Vorwort von Prof. Walter Hellmann
Der Begriff »Visuelle Kommunikation« umfasst mittlerweile eine stetig wachsende Zahl von Tätigkeiten in den unterschiedlichsten Bereichen der Werbe-, Medien- und Kulturwirtschaft. Junge, gut ausgebildete, teamfähige und kreative Gestalterinnen und Gestalter sind gefragt. Die Fähigkeit zur Analyse, Konzeption und Kreation von Kommunikationsinhalten, zum vernetzten Denken und Handeln wird immer wichtiger! Innovative Kreativität, inhaltliche Flexibilität und ein Blick für zukunftsträchtige Kommunikationskonzepte sind hierfür ebenso notwendige Voraussetzungen wie soziale Kompetenz und professionelles Gestaltungskönnen.

Vor Ihnen liegt Ware Grafik 06, das Magazin des Studiengangs Visuelle Kommunikation der Fachhochschule Hannover. Zum mittlerweile sechsten Mal sind hier herausragende Abschlussarbeiten und spannende Studienprojekte versammelt, welche die heutigen hohen Ansprüche an visuelle Medienprodukte nicht zu scheuen brauchen. Auch in diesem Jahr wurden erfreulich viele der vorgestellten Arbeiten von nationalen und internationalen Jurys mit Auszeichnungen bedacht. Studierende, Absolventen und ehemalige Studierende visualisieren ihre Probleme, Hoffnungen und Erwartungen. Zu sehen sind zudem Projekte, die außerhalb des Studiums erdacht, gestaltet, illustriert und produziert worden sind.
Darüber hinaus wird in dieser Ausgabe die Stadt Hannover erstmals selbst zum Thema! Was ist dran an den Klischees von »Hangover«, der vermeintlich »langweiligsten Großstadt Deutschlands« in der angeblich das perfekteste Hochdeutsch gesprochen wird, die jährlich das größte Schützenfest der Welt ausrichtet, die über ihre Rolle als niedersächsische Landeshauptstadt hinaus auch schon mal durch Massenmörder, Prügelprinzen und Expoleichen überregional Schlagzeilen macht und die Deutschland mit ehrgeizigen Ministerinnen, Ex- Bundeskanzlern und amtierenden Bundespräsidenten ausstattet, Großbritannien hingegen jahrhundertelang mit Königen versorgt hat und bis heute Europa und die Welt mit Keksen, Lena Mayer-Landrut, Autoreifen und den Scorpions beglückt.
»Man kann ja nie wissen!« hat der überzeugte Hannoveraner Kurt Schwitters einst gesagt. Was ist dran an den Urteilen und Vorurteilen über Hannover? Wie lebt es sich mit Herri, Braunkohl und Lüttjer Lage zwischen Nord- und Südstadt, zwischen Limmer Straße und Lister Meile? Taugt die Stadt an der Leine wirklich nur als Deutschlands größter Umsteigebahnhof oder ist Hannover nicht vielleicht doch viel interessanter und facettenreicher als vermutet?

Bilden Sie sich selbst ein Urteil!
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